Bunte Nacht der Digitalisierung 2022: Ein Stadtfestival im Zeichen der digitalen Innovationen

Bunte Nacht der Digitalisierung 2022

Karlsruhes Digitalbranche hat unglaublich viele Facetten. Bei der Bunten Nacht der Digitalisierung konnten die Bürger*innen diese hautnah erleben.

Nach einem verregneten Start in den Tag wichen die grauen Wolken am 1. Juli pünktlich zur Mittagszeit dem Sonnenschein – perfekte Rahmenbedingungen für die Bunte Nacht der Digitalisierung 2022. Um 14 Uhr eröffnete Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe, das diesjährige Stadtfestival im Rathaus am Marktplatz und machte gleich zu Beginn deutlich, dass die „Stadtgesellschaft im Mittelpunkt der Digitalisierung steht.“ Denn damit die Digitalisierung überhaupt gelingen kann, ist die Beteiligung der Bevölkerung unerlässlich.

Dass dies in Karlsruhe nicht nur bloße Theorie, sondern seit Jahren gelebte Praxis ist, machte Stefan Krebs, Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnologie sowie CIO und CDO des Landes Baden-Württemberg in seinem Grußwort deutlich, in dem er die Fächerstadt als „Herzkammer der Digitalisierung im Land“ bezeichnete. Dies bekräftigten auch die drei Vorsitzenden der Initiative karlsruhe.digital in dem sich anschließenden Talkformat, das von David Hermanns, Geschäftsführer des Unternehmernetzwerks CyberForum e. V., moderiert wurde.

Bunte Nacht der Digitalisierung 2022
David Hermanns (l.) im Gespräch mit den drei Vorsitzenden der Initiative karlsruhe.digital: Martin Hubschneider, Gabriele Luczak-Schwarz und Prof. Dr. Hirth.

Karlsruhes Digitalbranche zum Greifen nah

Um 15 Uhr startete die Bunte Nacht der Digitalisierung dann voll durch – mit einem dezentralen Programm, an dem sich rund 80 Partner im gesamten Stadtgebiet beteiligten. Mit der offiziellen Web-App konnten die einzelnen Stationen im Vorfeld schnell und einfach geplant werden. Für die notwendige Mobilität sorgten innerhalb des Stadtgebiets die im Rahmen des Events kostenfrei nutzbaren Busse, Bahnen und KVV.nextbikes.

Die einzelnen Programmpunkte hätten vielfältiger nicht sein können: Im Rathaus am Marktplatz konnten sich die Bürger*innen einen Überblick über aktuelle digitale Projekte der Stadt verschaffen, während das Liegenschaftsamt eine virtuelle Begehung des Marktplatzes ermöglichte und Einblicke in die Datenerfassung mittels Drohne gab. Die Stadtbibliothek und das Lessing Gymnasium Karlsruhe begeisterten die Besucher*innen im Rathaus mit humanoiden Robotern, Mikrocontrollern, einem vernetzten Teleskop und demonstrierten hautnah, was im Bildungsbereich in Sachen Digitalisierung über Tablets und Computer hinaus, alles schon im Einsatz ist.

Zu Gast in der Karlsruher Forschungsfabrik für KI-integrierte Produktion.

Wie verändert die Digitalisierung die Produktion und welche Rolle spielt dabei die Künstliche Intelligenz? Antworten auf diese Fragen erhielten die Besucher*innen beispielsweise bei der Karlsruher Forschungsfabrik für KI-integrierte Produktion, die mit modernster Robotik und Automatisierung die Brücke zwischen Forschung und Industrie schlägt. Einen etwas kleineren, aber nicht minder beeindruckenden Roboter gab es dagegen auf dem KIT-Campus zu bestaunen, wo die Hochschulgruppe Kamaro Engineering einen selbstentwickelten Agrarroboter zeigte. Beim dm-drogerie Markt in der Kaiserstraße gab es derweil die einzigartige Gelegenheit, den Filial-Roboter kennenzulernen, der sonst nur nachts seine Runden dreht.

Ausgelassene Stimmung auf dem CAS Campus.

Wer sich mehr für das Programmieren von Anwendungen interessierte, kam bei der Developer-Party von bluehands voll auf seine Kosten. Digitalisierung spielerisch erleben, das konnten Besucher*innen des Lehr-Lern-Labor Informatik auf dem Campus der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, während bei der Hochschule für Musik zwei Dinge zueinander fanden, die nicht unbedingt zusammen gedacht werden: Informatik und klassische Musik. Für verschiedene Altersklassen war aber weitaus mehr geboten, denn bei der CAS Software AG begeisterte ein Drohnen-Parkours jung und alt. Während TelemaxX die Tore des IPC 4 Rechenzentrums in Hagsfeld öffnete und im Rahmen von Führungen einen exklusiven Blick hinter die Kulissen eines leistungsfähigen Dienstleisters vor Ort gewährte.

Und so gelang es der Bunten Nacht der Digitalisierung auch 2022 wieder, die Digitalhochburg Karlsruhe für die Bürger*innen auf vielfältige Art und Weise sicht- und erlebbar zu machen.

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#DigitaleNachtKA: Abschlussparty mit Live-Coding im ZKM

Natürlich beteiligte sich auch das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe in diesem Jahr wieder an der Bunten Nacht der Digitalisierung. Tagsüber mit freiem Eintritt in die Ausstellungen sowie #digiTALK-Vorträgen und Ständen von Start-ups – und am Abend als Location für die Abschlussparty. Bis weit nach Mitternacht feierten die Besucher*innen zu den Beats von KI-Forscher und Musiker MODISCH, dem es gelang, Kunst und Digitalisierung mit seiner Musik im einzigartigen Ambiente des ZKM auf ganz besondere Weise zu verbinden.

„Bei der zweiten Bunten Nacht wurde Digitalisierung made in Karlsruhe sichtbar und konnte bei den vielfältigen und spannenden Programmpunkten hautnah erlebt werden. Interessante Blicke hinter die Kulissen der Digitalbranche waren möglich und die zahlreichen Eindrücke und Gespräche werden mit Sicherheit noch lange nachwirken. Mein Dank gilt der Initiative karlsruhe.digital sowie allen Partnern und Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre“, erklärt Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe.