Bunte Nacht der Digitalisierung 2026: rund 50 Partner an 20 Standorten, über 200 Programmpunkte und heiße Temperaturen

karlsruhe.digital

Von Robotik über Cybersicherheit bis hin zu Künstlicher Intelligenz, Games, Smart City und digitaler Bildung: Die Bunte Nacht der Digitalisierung machte auch 2026 sichtbar, wie vielfältig Digitalisierung in Karlsruhe gelebt wird. Rund 50 Partner gestalteten, trotz hochsommerlicher Temperaturen an 20 Standorten ein Programm mit mehr als 200 Angeboten.

Unter dem diesjährigen Schwerpunktthema „Digitale Souveränität“ zeigte Karlsruhe, wie digitale Technologien entwickelt, eingesetzt und gestaltet werden können: in der Verwaltung, in Unternehmen, in Schulen, in der Wissenschaft und mitten in der Stadtgesellschaft.

Eröffnung mit Ronja Kemmer im TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum

Ronja Kemmer ,Chief Digital Officer der Landesregierung Baden-Württemberg zur Eröffnung der Bunten Nacht der Digitalisierung 2026 auf der Bühne im TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum

Foto © Björn Pados

Den Auftakt machte die zentrale Eröffnung im TRIANGEL am Kronenplatz. Mit Ronja Kemmer besuchte die neue Chief Digital Officer der Landesregierung Baden-Württemberg die Bunte Nacht der Digitalisierung und gab einen Ausblick auf die Bedeutung digitaler Souveränität für Baden-Württemberg.

Schon hier wurde deutlich, worum es an diesem Tag gehen sollte: um die Frage, wie Kommunen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Bürger*innen digitale Technologien nutzen können, ohne die Kontrolle über Daten, Infrastruktur und digitale Kompetenzen aus der Hand zu geben und echte Wahlfreiheit zu behalten oder zu gewinnen. Besonders eindrucksvoll zeigte sich das Thema dort, wo Digitalisierung unmittelbar greifbar wurde.

Smart City zum Anfassen

Smart City Beachfeeling mit Ständen auf dem Marktplatz und Laufroboter Spot des FZI Forschungszentrum Informatik Foto © Björn Pados

Marktplatz und Rathaus verwandelten sich während der Bunten Nacht erneut in eine Smart-City-Ausstellung, wo beispielsweise das Lessing-Gymnasium mit seiner selbst entwickelten Schul-KI „Ephraim“ großes Interesse auf sich zog. Schüler*innen präsentierten gemeinsam mit ihrem Lehrer eine vollständig lokal betriebene KI-Plattform, die ohne externe Cloud-Dienste auskommt und künftig im Schulalltag eingesetzt werden soll.

Schüler Lessing-Gymnasiums mit ihrem Projekt Ephraim am Stand in der Smart-City-Ausstellung im Rathaus am Marktplatz 
Foto © Björn Pados

Nur wenige Meter weiter konnten Besucher*innen auf dem Marktplatz mit dem Forschungsroboter STAR interagieren, Phishing-Versuche erkennen lernen oder sich über aktuelle Forschungsprojekte des Bürgerpanels „Wir forschen digital“ informieren.

Ebenfalls auf dem Marktplatz präsentierte das FZI Forschungszentrum Informatik Robotik für den öffentlichen Raum. Der Laufroboter Spot demonstrierte, wie moderne Robotik künftig in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen eingesetzt werden kann.

Die digitale Stadt erleben

Austausch zwischen Mitarbeitenden der Stadt Karlsruhe und Bürger*innen im DigitalLab  
Foto © Björn Pados

Im Rathaus standen aktuelle Smart-City-Projekte der Stadt Karlsruhe im Mittelpunkt. Besucher*innen konnten den Digitalen Zwilling Karlsruhe kennenlernen, virtuelle Stadträume mit VR-Brillen erkunden, die Karlsruhe.App ausprobieren oder Einblicke in Projekte rund um urbane Daten erhalten.

Auch das Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe zeigte, wie digitale Werkzeuge helfen können, Mobilitätsangebote transparenter und einfacher nutzbar zu machen.

Mitmachen, vernetzen, mitgestalten

Stand des Wissenschaftsbüros auf dem Marktplatz mit den Roll-ups zu Wissenschaftsreihe EFFEKTE, karlsruhe.digital, Popup Lab und Stadtgeist Karlsruhe 
Foto © Björn Pados

Das Wissenschaftsbüro der Stadt Karlsruhe stellte gemeinsam mit seinen Partnern Projekte und Initiativen wie karlsruhe.digital, Stadtgeist, #digiTALK, EFFEKTE und das kostenfreie KA-WLAN vor und lud zum Austausch über die digitale Zukunft der Stadt ein.

Auch das OK Lab Karlsruhe war vertreten und zeigte, wie offene Daten und bürgerschaftliches Engagement dazu beitragen können, digitale Anwendungen für die Stadtgesellschaft zu entwickeln.

Forschung, KI und Innovation hautnah erleben

Mitmachstationen und Infostände im FZI House of Living Labs 
Foto © Björn Pados

Ein besonderer Anziehungspunkt war erneut die Karlsruher Forschungslandschaft.

Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Mobilität und Energie erhielten Besucher*innen, die den tropischen Temperaturen zum Trotz in die Haid-und-Neu-Straße gekommen sind, im FZI House of Living Labs. Führungen durch die Forschungslabore sowie Workshops zum Programmieren mit lokal betriebener KI machten Forschung direkt erlebbar.

Im TRIANGEL standen Vorträge, Diskussionen und Mitmachangebote rund um Nutzerfreundlichkeit, IT-Sicherheit und digitale Innovationen im Mittelpunkt. Hier wurde deutlich, dass erfolgreiche Digitalisierung nicht allein von Technologie abhängt, sondern vor allem davon, wie Menschen digitale Angebote wahrnehmen und nutzen.

Unternehmen öffnen ihre Türen

Die Bunte Nacht bot auch in diesem Jahr die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen Karlsruher Technologieunternehmen zu werfen.

Softwareentwicklung und Künstliche Intelligenz erleben

Im Technologiepark öffneten unter anderem Vector Informatik GmbH und die CAS Software AG ihre Standorte.

Bei der Vector Informatik GmbH konnten Besucher*innen Entwickler*innen über die Schulter schauen, Embedded Software praktisch ausprobieren, mehr über KI-Tests in sicherheitskritischen Anwendungen erfahren oder erste Programmiererfahrungen mit dem Calliope Mini sammeln. Vorträge gaben außerdem Einblicke in moderne Softwareentwicklung von Medizintechnik über Smart Home bis hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen.

Direkt nebenan präsentierte die CAS Software AG ihre Innovationsprojekte rund um Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität und moderne Arbeitswelten. Interaktive Produktwelten, Karriereangebote und persönliche Gespräche machten digitale Innovation unmittelbar erfahrbar. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Einstiegsmöglichkeiten in die IT sowie auf der Frage, wie KI die Softwareentwicklung verändert.

Auch die alfa-Unternehmensgruppe öffnete ihre Türen und zeigte gemeinsam mit ihren Unternehmen, wie KI, digitale Kommunikation, barrierefreie Technologien und digitale Weiterbildung bereits heute den Alltag verändern. Besucher*innen konnten KI-gestützte Sprachtechnologien ausprobieren, Einblicke in moderne Videokommunikation gewinnen und erfahren, wie digitale Lösungen Bildung, Arbeitswelt und Teilhabe verändern.

IT-Sicherheit und digitale Souveränität

aramido Aktivitätslageplan zur Orientierung wo Vorträge, Wettbewerbe, Hacking-Gadgets oder die Tschunk-Bar zu finden sind Foto © Björn Pados

Bei der aramido GmbH drehte sich alles um Cybersicherheit und digitale Souveränität. Das Team gab praxisnahe Einblicke in aktuelle Bedrohungsszenarien und zeigte, wie Unternehmen und Organisationen ihre Informationssicherheit stärken können.

Innovation trifft Community

einer der Vorträge bei bluehands KI ins Produkt bringen - und dann? mit Im restlichen Bereich persönlicher Austausch zwischen Besucher*innen und Communities
Foto © Björn Pados

Bei bluehands stand die Innovation Party ganz im Zeichen des Austauschs. Gemeinsam mit Women in Tech e. V., Green Software Development Karlsruhe, dem Verein der Karlsruher Software-Ingenieure (VKSI), der Scrum User Group Karlsruhe und dem Usability Testessen entstand ein offener Treffpunkt für Vorträge, Diskussionen und Networking. Themen wie Green Software Development, Future Skills, Diversität in der IT und nachhaltige Softwareentwicklung luden zum Mitmachen und Mitdiskutieren ein.

Medien und Bildung im digitalen Wandel

Anzeigedisplay des VHS-Kursangebots zur #DigitaleNachtKA von 3D-Druck bis zu Suchmaschinen Foto © Björn Pados

Gemeinsam mit dem CyberForum e.V. feierten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) den Auftakt ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Prompte Ergebnisse“. Im Mittelpunkt standen Social Media und Künstliche Intelligenz – mit praxisnahen Einblicken, wie KI den Alltag bereits heute erleichtern kann, etwa beim Schreiben, Planen oder Organisieren.

Auch die Volkshochschule Karlsruhe zeigte, dass Digitalisierung alle Menschen betrifft. Von offenen Digitalwerkstätten für Menschen mit Behinderung und Erwachsene mit geringen digitalen Vorkenntnissen über digitale Deutsch-Lernangebote bis hin zu Vorträgen über datenschutzfreundliche Messenger, Suchmaschinen und 3D-Druck bot die Volkshochschule Karlsruhe ein vielseitiges Programm für unterschiedliche Zielgruppen.

Digitalisierung im Alltag und in der Kultur

Digitalisierung gehört längst zum Alltag zeigt IKEA gleich an mehreren Stationen von der Raumgestaltung bis zum Bezahlen an der Shop & Go Kasse 
Foto © Björn Pados

Dass digitale Lösungen längst zum Alltag gehören, zeigte IKEA Karlsruhe. Besucher*innen erfuhren, wie digitale Tools den Einkauf erleichtern, welche Rolle die IKEA App dabei spielt und wie die Logistik mit über 7.000 Lagerplätzen im Hintergrund funktioniert. Ein besonderes Highlight war der Blick aus der Vogelperspektive, ein gemeinsamer Drohnenflug durch das Einrichtungshaus, der einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen ermöglichte.

Auch das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien beteiligte sich an der Bunten Nacht und machte deutlich, wie eng Kunst, Medien und digitale Technologien heute miteinander verbunden sind. Führungen, Ausstellungen und interaktive Angebote luden dazu ein, Digitalisierung aus einer kulturellen Perspektive zu erleben.

Karriere, Gründung und Zukunftstechnologien

Dein Weg zum Traumjob - Complete your Mission Austausch über Karriere, Gründung oder Zukunftstechnologie im Einzelgespräch 
Foto © Björn Pados

Im Smart Production Park des CyberForum drehte sich vieles um die Menschen hinter der Digitalisierung.

Neben Einblicken in die Karlsruher Startup- und Gründerszene konnten Besucherinnen und Besucher Karrierewege entdecken, Bewerbungsunterlagen prüfen lassen, sich über Gehälter in der IT-Branche informieren oder neue Technologien ausprobieren.

Gleichzeitig präsentierten Partner wie das European Digital Innovation Hub EDIH-AICS, Codesphere, HyperClarity, die DHBW Karlsruhe oder das AI Transformation Camp aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität und digitale Transformation.

Besonders deutlich wurde dabei, wie eng Innovation, Fachkräfteentwicklung und Unternehmertum in Karlsruhe miteinander verbunden sind.

Digitalisierung für alle Generationen

Der direkte Austausch zwischen Spieleentwickler*innen und Jugendlichen sowie Anspielstationen verschiedener Indiegames im Spawnpoint Karlsruhe 
Foto © Björn Pados

Die Bunte Nacht der Digitalisierung richtet sich bewusst nicht nur an Fachpublikum.

Ob Programmierworkshops für Kinder, Robotik zum Anfassen, Mitmachangebote für Familien, Studien- und Karriereinformationen für junge Menschen oder Datenschutzsprechstunden für Bürger*innen, das Programm zeigte erneut, dass Digitalisierung alle Lebensbereiche betrifft und verständlich vermittelt werden kann.

Ein starkes Signal für den Digitalstandort Karlsruhe

Die Namensschilder der Vorsitzenden der Initiative karlsruhe.digital bei der Eröffnung der Bunte Nacht der Digitalisierung am 19. Juni 2026 organisiert vom CyberForum e.V. und dem Wissenschaftsbüro der Stadt Karlsruhe machen symbolisch die praktische Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft sichtbar.  
Foto © Björn Pados

Die Bunte Nacht der Digitalisierung 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, was den Standort Karlsruhe auszeichnet: die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft.

Von der Schul-KI über Robotik und Smart City bis hin zu Forschungslaboren, Startups und international erfolgreichen Technologieunternehmen wurde sichtbar, wie vielfältig Digitalisierung in Karlsruhe gedacht und gestaltet wird.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Partnern, Sponsoren, dem Schirmherrn sowie den Besucher*innen, die diesen Tag möglich gemacht haben und die sich selbst bei hochsommerlichen Temperaturen auf den Weg gemacht haben.

Wir freuen uns auf die nächste Bunte Nacht der Digitalisierung.

Fotos © Björn Pados