HackXplore in Karlsruhe: 150 Talente entwickeln Innovationen in 36 Stunden

Zum Beitrag über HackXplore-Hackathon

Rund 150 Teilnehmende entwickeln beim HackXplore 2026 in Karlsruhe innerhalb von 36 Stunden innovative Lösungen für reale Unternehmens-Challenges. Der Hackathon bringt Studierende, Start-ups und Unternehmen zusammen und stärkt den Innovationsstandort Karlsruhe.

Es ist halb drei Uhr morgens. Auf einem Dachboden sitzen junge Entwickler:innen, Designer:innen und Gründer:innen über ihren Laptops. Manche diskutieren noch über den nächsten Feature-Schritt, andere haben sich für eine halbe Stunde unter den Tisch gelegt, um kurz zu schlafen.

„Ich bin dann einmal nachts um halb drei durch die Räume gelaufen“, erinnert sich Tanita Martsch, die das HackXplore als Lead umsetzt. „Da saß ein Team im Dunkeln und hat krass gearbeitet – und gleichzeitig lagen sie dann unterm Tisch und haben kurz eine halbe Stunde geschlafen.“

Solche Szenen sind bei diesem Event keine Ausnahme: Der dreitägige Hackathon bringt jedes Jahr Studierende, Absolvent:innen und Young Professionals nach Karlsruhe, um gemeinsam an technologischen Lösungen für reale Herausforderungen aus Unternehmen zu arbeiten. Letztes Jahr haben sogar mehrere Schüler:innen teilgenommen.

HackXplore bringt Studierende, Unternehmen und Start-ups zusammen

Organisiert wird das Format von NXTGN gemeinsam mit der Studierendenorganisation MESH, die interdisziplinäre Hackathons organisiert und Studierende miteinander vernetzt. Das Ziel: Innovation nicht nur zu diskutieren, sondern gemeinsam an der Entwicklung von Lösungen zu arbeiten.

Die nächste Ausgabe findet vom 26. bis 28. Juni 2026 in Karlsruhe statt. Austragungsort ist der Coworking-Space SteamWork by GoodSpaces, der speziell für kollaboratives Arbeiten konzipiert ist.

Über das Wochenende arbeiten rund 150 Teilnehmende in interdisziplinären Teams an Challenges, die von Unternehmenspartnern eingebracht werden.

Innerhalb von etwa 36 Stunden intensiver Arbeitszeit entstehen so Prototypen, Softwarelösungen oder Geschäftsmodelle – Ideen, die am Ende des Hackathons vor einer Jury gepitcht werden.

Teilnehmende entwickeln während des HackXplore gemeinsam digitale Lösungen.
Während des Hackathons arbeiten die Teams intensiv an ihren Prototypen, Konzepten und Softwarelösungen. Foto: HackXplore

Hackathons sind bewusst als zeitlich begrenzte Innovationsformate konzipiert: Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten arbeiten unter hohem Zeitdruck zusammen, um Lösungen für konkrete Problemstellungen zu entwickeln.

Doch bei HackXplore geht es um mehr als nur ein Wochenende. Die Veranstaltung versteht sich auch als Plattform, die Brücken zwischen Hochschulen, Start-ups und Unternehmen schlägt.

Mit Teilnehmenden aus ganz Deutschland und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Start-up-Ökosystem stärkt HackXplore zugleich den Innovationsstandort Karlsruhe. Das Format zeigt, wie eng Hochschulen, Unternehmen und junge Talente in der TechnologieRegion zusammenarbeiten.

Interdisziplinäre Teams entwickeln Lösungen in nur 36 Stunden

Die Teams bilden sich meist erst zu Beginn des Events. Wer bereits ein Team hat, kann gemeinsam antreten, viele Teilnehmende lernen ihre Mitstreiter:innen aber erst vor Ort kennen.

„Je diverser die Teams, umso kreativer sind am Ende auch die Lösungen“, erklärt Martsch. Unterschiedliche Perspektiven führen oft schneller zu innovativen Ansätzen und genau darauf zielt das Format ab.

Während des Hackathons stehen Mentor:innen aus Unternehmen, Start-ups und der Tech-Szene bereit, um Teams bei technischen Fragen, Produktstrategien oder Pitches zu unterstützen. Zwischen den intensiven Working Sessions gibt es Workshops, Networking-Momente und gemeinsame Mahlzeiten – Verpflegung inklusive.

Gewinnerteam des HackXplore bei der Preisverleihung.
Gewinnerteam des HackXplore bei der Preisverleihung. Foto: HackXplore

Wie aus Hackathon-Ideen reale Projekte werden

Der vielleicht spannendste Aspekt von HackXplore passiert eigentlich nach dem Event. Nämlich dann, wenn Ideen, die dort entstanden sind, auch darüber hinaus überdauern.

So überzeugte beim Hackathon 2025 ein Team mit seiner Lösung für eine Challenge von Würth Elektronik. Nach dem Wettbewerb durfte das Team seine Idee erneut vor einer internen Jury präsentieren und erhielt schließlich die Chance, sie über mehrere Monate weiterzuentwickeln und praktisch umzusetzen.

Auch für Unternehmen bietet das Format interessante Möglichkeiten. Als Partner:innen können sie eigene Challenges einbringen, ihre Marke präsentieren und direkt mit Nachwuchstalenten in Kontakt kommen.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eins: frische Perspektiven, für Teilnehmende einen vielfältigen Austausch, Inspiration und Vernetzung – und vielleicht das nächste innovative Projekt, an dem sie arbeiten können.