Benchmark zu Gründerstandorten: Karlsruhe will Vorreiterrolle bestätigen lassen

Titelbild: Dennis Dorwarth Photographie

Start-ups haben Hochkonjunktur. Auch in Karlsruhe wollen sich zahlreiche junge Unternehmer mit innovativen Geschäftsideen selbstständig machen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. In der Stadt ist die Aufbruchsstimmung durch die zahlreichen Gründerzentren regelrecht greifbar. Doch wo steht der Gründerstandort Karlsruhe im nationalen und internationalen Vergleich? David Hermanns möchte es wissen. Deshalb will der Geschäftsführer vom Hightech.Unternehmer.Netzwerk CyberForum und Sprecher des Arbeitskreises Gründerkultur der Initiative karlsruhe.digital eine Benchmark in Auftrag geben.

„Karlsruhe spielt mit seinen Gründerzentren in Deutschland eine echte Vorreiterrolle“, ist Hermanns überzeugt. Das habe sich bislang auch bei einigen externen Erhebungen gezeigt. Werden diese Erkenntnisse durch eine aktuelle Vergleichsstudie bestätigt, kann der Gründerstandort Karlsruhe seiner Ansicht nach noch einmal einen neuen Schub erhalten. „In der Gründerszene ist Karlsruhe bereits bestens bekannt“, so Hermanns. „Aber dann können auch mehr Investoren auf uns aufmerksam werden.“

Gründerzentren und Hochschulen sind wichtige Erfolgsfaktoren

Die Gründe für den Erfolg des Gründerstandorts Karlsruhe liegen für Hermanns auf der Hand. Zum einen verfüge die Stadt mit dem CyberLab des CyberForums, der Technologiefabrik sowie dem Perfekt Futur im Kreativpark Alter Schlachthof bereits über mehrere renommierte Gründerzentren. Zum anderen gebe es durch die gute Vernetzung der CyberForum e.V. mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe und der städtischen Wirtschaftsförderung einen breiten Unterstützerkreis für junge Unternehmer. Und nicht zuletzt sei die hohe Kompetenz der beiden technischen Wissensschmieden Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Hochschule Karlsruhe (HKA) die Basis für zahlreiche Ausgründungen aus dem IT-Bereich. „Die studentischen Ausgründungen bringen den Gründerstandort Karlsruhe weit voran“, sagt Hermanns. Deshalb sei die studentische Hochschulgruppe PionierGarage auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Gründerstandort Karlsruhe.

Perfekt-Futur
Foto: Perfekt Futur I Gründerzentrum für Kreative

Erfolgreiche Start-ups sind Leuchttürme der Gründerszene

Echte Leuchttürme der Gründerszene sind für Hermanns neben den Acceleratoren auch Unternehmen wie ArtiMinds Robotics, Papershift oder Campusjäger. „Diese haben als kleine Start-ups angefangen und nun schon bis zu 150 Mitarbeitende“, so der CyberForum-Geschäftsführer. Von den Erfolgsgeschichten im amerikanischen Silicon Valley mit zahlreichen großen Firmen sei man zwar noch ein gutes Stück entfernt. „Aber man kann die USA in diesem Fall nicht mit Deutschland vergleichen“, sagt Hermanns. In Übersee gebe es einen viel größeren Markt und zudem sei die Risikobereitschaft von Unternehmer*innen deutlich ausgeprägter als hierzulande. Was der Gründerstandort Karlsruhe noch braucht, sind laut Hermanns Einschätzung vor allem einige finanzstarke und risikobereite Investor*innen. „Anderswo kaufen große Firmen erfolgreiche Start-ups zur Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens auf.“

Foto: Dennis Dorwarth Photographie