Blogbeitrag

Die smarteste Verwaltung Deutschlands sitzt in Karlsruhe

Das digitale Bürgerbüro

Karlsruhe hat die smarteste Verwaltung Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung des Branchenverbands Bitkom. Dabei wurden 81 deutsche Großstädte miteinander verglichen. In der Kategorie Verwaltung landete Karlsruhe mit 83,7 von möglichen 100 Punkten auf Platz eins. In der Gesamtwertung, die aus dem Durchschnittswert der fünf Kategorien Verwaltung, Gesellschaft, Mobilität, Energie und Umwelt sowie IT- und Kommunikation berechnet wird, muss sich die Fächerstadt ebenfalls nicht verstecken. Hinter Sieger Hamburg sowie München, Köln und Darmstadt belegt Karlsruhe Platz fünf.

Amt für IT und Digitalisierung beschert den Sprung an die Spitze

Dass die Karlsruher Stadtverwaltung beim Rennen um die smarteste Verwaltung am Ende die Nase vorne hatte, kommt für Bürgermeister Albert Käuflein nicht überraschend. „Das Ergebnis macht uns stolz. Aber wir haben auch viel Zeit und Geld in die Digitalisierung unserer Verwaltung gesteckt“, so Käuflein. Mitausschlaggebend für die Top-Platzierung war die Arbeit im Amt für Informationstechnologie und Digitalisierung. Das erste Amt für IT und Digitalisierung in einer deutschen Großstadt wurde 2017 zur Verbesserung der internen Abläufe aus der Taufe gehoben. Seither wurde die Abteilung von Amtsleiter Markus Losert kontinuierlich ausgebaut. Derzeit zählt das Amt etwa 70 Mitarbeiter*innen.

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Foto: Markus Losert, Leiter Amt für IT und Digitalisierung

Herz des Amtes für IT schlägt im DigitalLab

Die wichtigsten Aufgabengebiete des Amts sind laut Losert die Umstellung der Verwaltung auf die elektronische Akte und der Ausbau der digitalen Bürgerdienste. Das Herz des IT-Amts schlägt im DigitalLab im Erdgeschoss des Rathauses. Das Entwicklungslabor mit Großbildschirmen, Konferenzbereich und gemütlichen Sofas ist Treffpunkt für Tüftler*innen sowie Arbeitsraum für Digitalisierungsfachleute in einem. „Hier kann man auch mal länger über mögliche Wege zur Erhöhung der Effizienz diskutieren“, sagt Losert. Dabei stehen die Türen des DigitalLab auch externen Expert*innen offen. Die gute Zusammenarbeit und das funktionierende Netzwerk mit Fachleuten aus Forschungseinrichtungen wie dem Karlsruher Institut für Technologie und der IT-Branche ist für Losert ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Digitalisierung sämtlicher Abläufe. „Der gute Draht zu Forschung und Wirtschaft ist für unsere tägliche Arbeit unerlässlich“, sagt der Amtsleiter.

DigitalLab
Foto: DigitalLab

Die Multifunktions-App für alle Bürger*innen

Im Frühjahr 2021 soll die Multifunktions-App mit dem Projekttitel „digital@KA“ an den Start gehen. Auf der App werden bestehende und neue Bürgerdienste gebündelt. Dann können Karlsruher*innen über eine Plattform Tickets für den Zoo bestellen oder nach den Abfahrtszeiten der Straßenbahnen in der Innenstadt suchen. Mit der Resonanz auf bisherige Insellösungen wie den Bürgerdienst KA-Feedback zum Melden von Verkehrsstörungen oder das System eTicket@KA zum Kauf von digitalen Eintrittskarten ist Losert zufrieden. Was noch fehle, seien Chatbots zur automatischen Beantwortung von Standardfragen bei der kommunalen Service-Nummer 115. „Seit dem Beginn der Corona-Pandemie gehen hier sehr viele Anrufe ein. Da benötigen wir noch Unterstützung durch ein intelligentes System“, so Losert.

Multifunktions-App digital@KA
Foto: Presseamt Karlsruhe I Projekt digital@KA

Digitalisierung einer Verwaltung braucht viel Zeit

Trotz der guten Ausstattung des IT-Amts braucht die Modernisierung der Verwaltung viel Zeit. „Wir betreiben keine Raketenforschung. Verwaltungen sind bei der Digitalisierung oft langsamer als Banken oder Versicherungen“, so Losert. Das liege zum einen an den technischen Herausforderungen und zum anderen an den teilweise komplett unterschiedlichen Aufgaben und Abläufen in den Dienststellen einer Großstadtverwaltung. Großformatige Baupläne im Hochbauamt können ebenso nur schwer komplett digitalisiert werden wie einige Urkunden. Außerdem können die IT-Fachleute nicht schneller digitalisieren als es die Gesetzeslage erlaubt. Oftmals sind Unterschriften und das persönliche Erscheinen bei der Aushändigung eines Dokuments noch per Landes- oder Bundesgesetz vorgeschrieben. 

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Vom: 18.01.2021

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